Archive
Literaturempfehlungen
Englische Literatur:
Zeitschriften und Essays:
1. The Idler: www.idler.co.uk
2. In Praise of Idleness (Bertrand Russell)
Bücher:
1. The Book of Idle Pleasures
2. How to Be Idle (mit vielen Literaturhinweisen)
3. Three Men in a Boat.
4. The Idler’s Glossary. By Joshua Glenn and Mark Kingwell
Deutsche Literatur:
Zeitschriften und Essays:
1. Die Zeit: Wie wollen wir leben? (Susanne Gaschke)
2. Die Zeit: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. (Christian Schüle)
3. Die Zeit: Luxusartikel Zeit (Heike Leitschuh-Fecht)
Bücher:
1. Anleitung zum Müßiggang. (Tom Hodgkinson)
Warten in Brodersby
Warter Weisheiten - 4
Alles nimmt ein gutes Ende für den, der warten kann.
Leo Tolstoi, in Der Schlüssel zur Gelassenheit
Warter Weisheiten - 3
Warter Weisheiten - 2
Wenn Du in Eile bist, mache einen Umweg.
Autor unbekannt.
When in haste, it is sometimes best to take a roundabout way.
Samurai in The 47 Ronin Story [by John Allyn], S.123.
Warter Weisheiten - 1
“Die rechte Kunst”, rief der Meister aus, “ist zwecklos, absichtlos ! Je hartnäckiger Sie dabei bleiben, das Abschießen des Pfeils erlernen zu wollen, damit Sie das Ziel sicher treffen, um so weniger wird das eine gelingen, um so ferner das andere rücken. Es steht Ihnen im Wege, daß Sie einen viel zu willigen Willen haben. Was Sie nicht tun, das, meinen Sie, geschehe nicht.” Read more…
Warum warten? Eine kurze Geschichte des Wartens.
Das Leben kann ein einziges Warten sein; für viele Menschen ist das Warten eine ärgerliche Zwangspause. Die Frage worauf die Menschen warten, läßt sich leicht beantworten. Auf den Arzttermin, den Zug oder die Verabredung. Allerdings führt diese Frage in die falsche Richtung. Unter warten soll nicht das ‘warten auf’, nicht das fremdbestimmte Warten verstanden werden. Vielmehr soll der Genuß des Wartens im Vordergrund stehen. Warten als Luxus in einer beschleunigten Welt. Schwieriger ist daher die Frage, wie man wartet.
Das Wartezimmer (Arzt) oder der Warteraum (Bahn) nimmt dabei eine ambivalent Rolle ein, da ein Genuß desselben durch ein Warten auf den Termin im Vordergrund steht. Hier dreht sich alles um den baldigen Start des Termins. Wann werde ich den Arzt sehen oder wann fährt die Bahn endlich ab! Dabei ist die Zeit sowohl ökonomisch im Sinne von ‘Zeit ist Geld’ als auch persönlich für das Wohlbefinden falsch genutzt.
Wie ist also das Warten zu gestalten? Im Mittelpunkt des richtigen Wartens steht nicht das zukünftige Ereignis auf das fast immer gewartet wird. Es ist das Auskosten, der Genuß des Augenblicks, des Jetzts - also der Gegenwart - die es zu gestalten gilt. Die Zeit zur Spekulation über die Zukunft zu verwenden, kann die Wartezeit geradezu zu einer Tortur werden lassen und unnötigen Streß verursachen. Anderen ist die Wartezeit als Einfallstor für verdrängte Fragen und Probleme zu wider. Die ständige Beschäftigung mit anderen Themen und Problemen wird durch die zwangsweise auferlegte Wartezeit kontakariert.
Was genau in der Wartezeit getan werden kann ? Gelassenheit bewahren! Beobachten Sie einfach einmal in Ruhe ihre Umgebung und entspannen Sie sich.
Warteraum
Viel gesehen, häufig geschmäht. Die Uhr auf dem Pictogramm neben der wartenden Person sagt eigentlich schon alles: Die Warteräume der Deutschen Bahn laden nicht unbedingt zum Verweilen ein. Besser wartet es sich da in einem nahegelgenen Café oder an der frischen Luft - wenn das Wetter stimmt. Warten ist schließlich nicht eine reine Zeitüberbrückung, sondern geschenkte Zeit für den Müßiggang.

Warteraum


